Was muss ein Relaunch leisten? Das Beispiel der Südwest-Presse

Geschrieben am 5. November 2016 von Paul-Josef Raue.
Die neue Seite 1 der Südwest-Presse: Hier die Göppinger Ausgabe

Die neue Seite 1 der Südwest-Presse: Hier die Göppinger Ausgabe

Die Südwest-Presse in Ulm mit gut 300.000 Auflage hat im Oktober ihr Aussehen wie auch ihre Struktur verändert, radikal sogar. Ein Jahrzehnt oder länger blieb die Zeitung ihrer Gestaltung treu, schwäbisch gelassen, man könnte sogar von einer gewissen Betulichkeit sprechen. Die Zeitung war wie ihre Leser.

Doch Vorsicht! Leser ändern sich, die Gesellschaft ändert sich – und Redaktionen sind klug, wenn sie nicht von ihrer eigenen Abneigung gegen Veränderungen ausgehen und daraus schließen: Die Leute schätzen nur das Bewährte, schätzen die Zeitung als ruhenden Pol in einer unruhigen Welt.

Doch die Leser ändern sich, auch in Schwaben: Sie brauchen die Zeitung nicht mehr, um Nachrichten zu lesen. Das Rennen um die Aktualität haben die Zeitungen zudem schon lange vor dem Internet verloren. Über die Bürger zieht ein unendliches Nachrichten-Gewitter hinweg: Sie lesen und hören unentwegt, was passiert ist, aber sie verstehen nicht, warum es passiert. Darauf reagiert die Südwest Presse und bringt auf jeder Seite meist einen großen Artikel, der die Oberfläche der Nachrichten verlässt und in die Tiefe taucht. Fast völlig verschwunden sind die Artikel mit 20 oder 30 Zeilen, die zu lang sind für eine Nachricht und zu kurz für eine Analyse.

„Wir müssen mehr Mut haben, eigene Schwerpunkte zu entwickeln. Der Leser honoriert das!“, sagt Chefredakteur Ulrich Becker. „Ich höre nach dem Relaunch von den Lesern: Ich erfahre mehr als früher – oder: Das habe ich so nirgendwo anders gelesen.“

Die Zeitung ähnelt plötzlich einer Wochenzeitung, die täglich erscheint; die Zeitung beweist, dass Redakteure die Welt erklären können, die große und die lokale. Die moderne Zeitung ist mehr als eine Nachrichten-Sammlung, sie wird journalistisch in dem Sinne, dass sie stärker recherchiert und den Platz schafft, um Recherchen auch zu präsentieren, opulent und ausführlich.

Ein Nachteil der reformbedürftigen Südwest Presse war die einzeilige Überschrift: Sie war kurz, fasste meist nur drei, vier Wörter, sie verführte den Redakteur zum Griff in die Textbaustein-Sammlung wie „Streit um…“ oder ähnlichem mehr. Der Leser ärgerte sich, er konnte nicht erkennen, was ihn im Artikel erwartet; der Redakteur hätte sich auch ärgern müssen, denn der Leser, den die Überschrift nicht verführt, liest seinen Artikel nicht.

Die Gestaltung muss aber der Funktion folgen – wie im Relaunch: Die große, tiefschwarze Überschrift geht oft über zwei Zeilen, sie bietet genügend Raum für eine Inhaltsangabe, falls sich der Redakteur nicht in feuilletonistische Spielereien verlieren will. Die Überschrift nebst Unterzeile, die ausführlich ist wie ein Vorspann, hat ihre Funktion wieder erlangt: Den Leser zu informieren und zum Lesen zu verführen – oder zum Weiterblättern. Auf jeden Fall ärgert sich der Leser nicht mehr, wenn er erst im zweiten Absatz erfährt, dass ihn das Thema nicht interessiert.

Gerade im Lokalen haben kurze Meldungen, Service und Vereinsnachrichten noch einen hohen Wert für viele Leser. Das „Community-Building“ ist kein Online-Privileg, es ist genau so wichtig in der Lokalzeitung. Diese Nachrichten stehen am Fuß der Seite, blattbreit und rubriziert.

Norbert Küpper kritisiert die Meldungen am Fuß:

„Unten auf der Seite wird nichts Wichtiges mehr erwartet. Da sollte man eher eine größere mehrspaltige Überschrift als Blickfang platzieren. Es ist ja für die Redaktion auch ziemlich stupide, jeden Tag alle Meldungen auf die gleiche Höhe zu schreiben.“

Küpper verweist auf skandinavischen Zeitungen, die stilbildend in Europa sind: „Das ist man lockerer und würde die Meldungen unterschiedlich lang laufen lassen. Man nennt es auch Wäscheleinen-Umbruch. Oben stehen die Meldungen auf einer Linie, unten laufen sie unterschiedlich lang aus.“

Offenbar verwirrte die Meldungsleiste am Fuß der Seiten auch einige Leser, berichtet Ulrich Becker, der Chefredakteur: „Nach vier Wochen dreht sich das, es kommen überwiegend positive Rückmeldungen. Schnell, überraschend, mit spielerischen Elementen, das sagen nun die Leser.“

So reagieren Redaktionen in einem Relaunch am besten auf die Krise:

  1. Die Zeitung ist so übersichtlich wie der Küchenschrank ihrer Leser: Mit verbundenen Augen können morgens die Leser, noch schlaftrunken, ihren Kaffeebecher finden. So ordentlich muss auch eine Zeitung sein.
  2. Die Zeitung ist der beste Welterkunder, gerade in unruhigen Zeiten, in denen die Welt in unser ruhiges Land einbricht. Wer die Welt verstehen will, muss die Zeitung lesen: Das ist der Auftrag an die Redakteure, im Mantel und erst recht im Lokalen.

Die Zeitung bildet die lokale Gemeinschaft und öffnet sich den Debatten, Ein- und Widersprüchen.

 

**

Ausführlich bei kress.de:

https://kress.de/news/detail/beitrag/136304-der-relaunch-die-zeitung-muss-die-welt-erklaeren.html

 

 

 

 

 

Das Lesen deutscher Zeitungen ist Arbeit

Geschrieben am 23. Oktober 2016 von Paul-Josef Raue.
Der Designer Norbert Küpper

Der Designer Norbert Küpper

In Skandinavien sind die meisten Lokalzeitungen ein Fest fürs Auge, die dennoch ausreichend Futter für den Verstand bieten: Zeitungen sind aufgemacht wie Magazine mit großzügigem und frischem Layout.

Warum sind deutsche Redakteure offenbar so verschieden im Vergleich zu skandinavischen?, fragte ich Norbert Küpper, einen der wichtigsten Designer für Tageszeitungen in Deutschland:

In Deutschland ist man Journalist, weil man gerne schreibt. Man geht gerne mit Sprache um, ist sprachlich kommunikativ. Dass man auch visuell kommunikativ sein kann und viele Informationen so noch besser übermitteln kann, wird offenbar noch nicht ausreichend vermittelt. Redaktionssysteme scheinen auch zu kompliziert, um alternative Storyformen zu gestalten – jedenfalls für Redakteure.

Die Abneigung, Design zu schätzen, wurzelt tief in der deutschen Zeitungs-Geschichte und der Philosophie, wie wir Journalismus sehen. Die fünf Gründe:

  1. Das Lesen deutscher Zeitungen ist Arbeit. Wer seinen Verstand nutzen will, muss sich mühen. Immanuel Kant ist der Vater dieser Vermutung, er schreibt in seinem Essay „Was ist Aufklärung?“: „Faulheit und Feigheit sind die Ursachen, warum ein so großer Teil der Menschen gerne zeitlebens unmündig bleiben.“ Das Gegenteil der Faulheit sind Eifer und Mühe; der ideale Zeitungsleser ist also der Eifrige, der im Weinberg der Aufklärung schuftet.
  2. Schreiben ist Arbeit.Wolf Schneider hat die Idee festgeschrieben: Nicht der Leser muss sich plagen, um Texte zu verstehen, sondern der Journalist, um sie verständlich zu schreiben. Schneiders Idee ist zwar in vielen Köpfen, die Wirklichkeit ist meist davon entfernt: Menschen scheuen Mühe, Redakteure auch, sie überlassen den Lesern die Arbeit und nennen ihr Ergebnis „anspruchsvoll“.
  3. Die Welt ist wichtiger als der Nachbar. Der Typ des Generalanzeigers, der in die weite Welt schaut, ist noch immer das Ideal vieler Verleger und der meisten Chefredakteure, auch wenn fast alle Leser- und Marktforschungen das Gegenteil belegen: Das Lokale vorn! Selbst den Oberstudienrat interessiert am meisten das neue Konzept für das Stadtzentrum, auch wenn er kritisiert: Dann erfahren die Bildungsfernen nichts mehr von der Regierungskrise in Bangladesch.
  4. Der Leser ist nicht bereit. Der Chefredakteur, der im Wochenend-Magazin mit mehr Weißraum spielt, bekommt gleich Anrufe und Briefe von Lesern: „Bekommen Sie den Platz in der Zeitung nicht mehr gefüllt? Ich hätte da einige Anregungen“; andere drohen gleich: „Ich bezahle das Abo nicht für leere Seiten“; wieder andere empfehlen: „Schreiben Sie doch darüber ,Raum für Notizen‘, dann hat es wenigstens einen Sinn.“
  5. Es hat noch keiner so radikal versucht. Der Verleger fürchtet Ärger und Abo-Kündigungen; er kennt die Schilderung von Kollegen, die nach einem Relaunch von den schrecklichsten Stunden ihres Lebens berichten. Der Chefredakteur fürchtet sich vor dem Unmut seiner Redakteure, die weniger Stellen bekämen zugunsten von Layoutern und Infografikern, die er für ein Qualitäts-Layout einstellen muss.

Mehr zum skandinavischen Layout und zu „Kvinnheringen“, Europas Lokalzeitung des Jahres, die aus Nordnorwegen kommt, im Blog JOURNALISMUS! bei kress.de

Bei den Sprachpäpsten führt Wolf Schneider

Geschrieben am 22. Oktober 2016 von Paul-Josef Raue.
Die Memoiren des Sprachpapstes Wolf Schneider

Die Memoiren Wolf Schneiders erschienen 2015

Es ist nur das „Streiflicht“ und keine repräsentative Statistik: Der anonyme „Streiflicht“-Autor im katholischen Bayern sucht in der „breit aufgestellten Kultur der Papst-Metaphorik“ und findet viele Päpste in Deutschland – die Wurst-Päpste, den Dübel-Papst, Koch-Papst, Schrauben-, Wein- und Wetter-Papst, Schlager- und Nudelpapst, den Geigen-Papst und den Schwarzen Papst, aber mit ihm nähert sich der Streiflicht-Autor wieder dem Vatikan.

Auch der wichtigste der Neben-Päpste wird erwähnt, der Mitautor des Handbuch des Journalismus:

Augenblicklich führt bei den Sprachpäpsten noch Wolf Schneider, wenn auch nicht unangefochten.

Das „noch“ würden wir gerne streichen. Aber immerhin sind Schneiders Konkurrenten, die Gegen-Päpste, nicht einmal namentlich erwähnt.

**

Quelle: SZ vom 20. Oktober 2016

 

Was geht im Kopf eines Smartphone-Wischers vor? Christine Nöstlinger ist ratlos

Geschrieben am 14. Oktober 2016 von Paul-Josef Raue.
Nöstlinger Maikäfer

Christine Nöstlingers beeindruckendster Roman: Die letzten Weltkriegstage aus der Sicht eines Mädchens.

Die österreichische Kinderbuch-Autorin Christine Nöstlinger, die gestern 80 wurde, traut sich nicht mehr zu, für 13- und 14-Jährige zu schreiben. Im Interview mit Tilman Spreckelsen von der FAZ sagt sie:

Menschen, die ihre Freizeit hauptsächlich damit verbringen, auf einem Smartphone herumzuwischen – ich kann mir nicht vorstellen, was in so einem Kopf vorgeht.

Verzweifelt ist sie ob der Bundespräsidenten-Wahl in Österreich:

Das Schreckliche ist ja: Jahrzehntelang haben wir geschimpft auf die Boulevardpresse, dass die Leute blöd macht. Aber jetzt haben wir ungefähr ein Drittel der Bevölkerung, das sich nicht mehr an der Boulevardpresse orientiert, sondern an den sozialen Medien.

Diese Leute bekämen immer nur das, was in ihr Weltbild passe. Resigniert endet die 80-Jährige: „Ich wüsste nicht, wie man auf diese Leute Einfluss nehmen kann.“

**

Quelle: FAZ 13. Oktober 2016 „Politisch immer mehr so links gewesen“

Ein guter Journalist belehrt seinen Leser nicht, manipuliert ihn nicht“ (Stephanie Nannen – Zitat der Woche)

Geschrieben am 13. Oktober 2016 von Paul-Josef Raue.
Stephanie Nannen und ihr Großvater Henri Nannen, etwa 1990. Foto: Kress

Stephanie Nannen und ihr Großvater Henri Nannen, etwa 1990. Foto: Kress

Heute vor zwanzig Jahren starb Henri Nannen, einer der prägenden Journalisten der Nachkriegszeit. „Du musst eine Geschichte erzählen“,  erinnert sich Enkelin Stephanie Nannen an ihren Großvater. „Nimm deinen Leser mit auf die Reise und lass ihn mit erleben, mit erfahren, mit schmecken, mit leiden und mit lieben!“

In einem Beitrag für Kress Pro schreibt Stephanie Nannen über die Einsamkeit des Journalisten, der mit seinem Leser ein Zwiegespräch führe:

Gesprächspartner sei nicht die anonyme Masse, sondern der einzelne Leser,  der Mann, der im Zug die Zeitung liest, der Arbeiter in der Pause, die Frau, wenn sie am Abend endlich Zeit dazu findet – immer nur ein einzelner Mensch, der beim Lesen so allein ist wie der Journalist beim Schreiben. Diese beiden seien Partner eines Gesprächs. Ob sich diese Szene tausend oder wie beim Stern seinerzeit in der Woche neun Millionen Mal ereigne: In jedem Fall ist der Journalist mit seinem Leser allein.

Und sie nennt den Grundsatz ihres Großvaters:

Ein guter Journalist versuche seinen Leser weder zu belehren noch zu manipulieren.

 

 

 

Journalisten im Krieg: Eine Reportage aus Kolumbien, dem Land des Friedensnobelpreises

Geschrieben am 7. Oktober 2016 von Paul-Josef Raue.
0 Kommentare / Geschrieben am 7. Oktober 2016 von Paul-Josef Raue in Aktuelles, H 32 Reportage, Lokaljournalismus.
Ulrich Wickert verleiht Yefferson Ospina Bedoya aus Kolumbien den Internationalen Preis für Kinderrechte 2016 (Foto: Plan International/ Alexander Schumann)

Ulrich Wickert verleiht Yefferson Ospina Bedoya aus Kolumbien den Internationalen Preis für Kinderrechte 2016; Bedoya bedankte sich bei Wickert mit einem Sommerhut.  (Foto: Plan International/ Alexander Schumann)

Auch die Journalisten in Kolumbien haben den Friedensnobelpreis verdient: Sie recherchieren oft unter Lebensgefahr, sie schreiben gegen das Vergessen. Wer über den Krieg schreibt, wer über die Menschen schreibt, die im Krieg leben, der schreibt für den Frieden – wie Yefferson Ospina Bedoya, Redakteur der kolumbianischen Zeitung El País in Cali. Er fährt durch das vom Krieg zerfurchte Kolumbien und schreibt auf, was wirklich ist, jenseits der Propaganda von Regierung und Rebellen. Sein Lokaljournalismus ist bizarr, so bizarr wie das Land.

Für eine Reportage fuhr Bedoya in das Dorf Corinto im Südwesten und besuchte einen Fußballklub, den F.C. Cxha Cxha Wala. Er kennt Justiniano Julián Medina, den Manager und Trainer, der erst eine Fußballschule für Kinder, dann den Verein gegründet hat. Der Reporter fragt ihn:

„Die Vorstellung, dass es in diesen Bergen, inmitten des Konflikts, eine Fußballschule gibt, ist schon etwas seltsam.“ Ja, antwortet Medina. „Genau deswegen haben wir den Club ja gegründet. Wir wollen die Kinder vor dem Krieg, vor Drogen, dem Koka und dem Tod bewahren.“

Bedoya veröffentlichte seine Reportage am 14. Juni 2015: „Cxha Cxha Wala F.C. – der Fußball und der Krieg im Norden von Cauca“. Er nahm  für diese Reportage den „Ulrich-Wickert-Preis für Kinderrechte“ entgegen  – einer der wenigen  Journalistenpreise in Deutschland, die an Journalisten aus der „Dritten Welt“ verliehen wird.

Ulrich Wickert vergibt jedes Jahr den Preis seiner Stiftung, die er unter dem Dach des Kinderhilfswerks „Plan“ gegründet hat. Die Reportage aus Kolumbien rühmte Wickert bei der Preisverleihung Ende September in Berlin:

Sie hat eine beeindruckende journalistische Qualität und sensibilisiert für die Situation von Kindern in ärmeren Ländern. Aber was viel wichtiger ist: Der Preis hat eine positive Wirkung. Er ermutigt Journalisten, unbequemen Fragen nachzugehen und Zivilcourage zu zeigen. Die Veröffentlichungen sorgen dafür, Missbrauch und Ausbeutung von Kindern aufzudecken. Darüber hinaus geben die Preisträger den Mädchen und Jungen eine Stimme und ermutigen sie, ihr Leben in die Hand zu nehmen.

Wie der 10-jährige Frank in Bedoyas Reportage über den Fußballclub in dem Dorf, in dem die Guilleras kämpfen – direkt neben dem Fußballplatz. Frank weiß, wie die meisten Kinder, Schüsse aus Gewehren und Pistolen zu unterscheiden. Der Krieg gehört zu ihrem Alltag: FARC-Rebellen sowie Militär haben genau dort Stützpunkte errichtet, wo die indigenen Siedlungen liegen. Laufend finden Gefechte statt. Das Fußballspiel ist der einzige Lichtblick für die Kinder in Corinto.

Ein Auszug aus Bedoyas Reportage:

An diesem Tag begann das Training um drei Uhr nachmittags. Um halb fünf, eine halbe Stunde vor Trainingsende, erzählte mir Trainer Capaz, dass das Training fast hätte abgesagt werden müssen, da es am Vortag in 100 m Entfernung zum Fußballplatz zu Gefechten zwischen dem Militär und den FARC gekommen war. Mehrere Eltern hatten ihren Kindern daraufhin verboten, zum Training zu gehen, und Capaz musste sogar mit einem der Guerilla-Kommandanten verhandeln, damit sie sich zurückziehen. „Für die Kinder ist es manchmal sehr schwer. Die Gefechte nehmen sie sehr mit, aber das Fußballspielen ist auch so etwas wie eine Therapie dagegen.“, sagt Capaz…

Der Platz liegt oben auf einer der Bergkuppen. Mit seinem dicht wachsenden Rasen aus feinen Gräsern liegt er genau gegenüber einem unübersehbaren Marihuana-Gewächshaus. Die Kinder beachten es kaum und konzentrieren sich auf den Ball. Nur zwei oder drei von den über 40 trainierenden Kindern haben Fußballschuhe an. Alle anderen spielen mit Stoffschuhen. Keiner hat Schienbeinschoner, der Torwart spielt ohne Handschuhe…

Und plötzlich, als mir der Trainer von den Gefechten erzählt und von den Rekrutierungstricks der FARC, wird mir mit aller Deutlichkeit und Brutalität bewusst, wie paradox diese ganze Szenerie, dieses Spiel, dieser von Marihuana-Plantagen umgebene Fußballplatz, diese hinter ihren Bällen her rennenden Kinder eigentlich sind. Eine Szenerie, die gleichzeitig tragisch, hoffnungsvoll, brutal und ergreifend ist: Unschuldige Kinder, die  inmitten der Erbarmungslosigkeit und Grausamkeit, die jederzeit zuschlagen kann, Fußball spielen und sich gar nicht bewusst sind, dass der Ball sie davor schützt, in den Krieg zu müssen.

Die Reportage hat komplett der Mannheimer Morgen veröffentlicht:

http://www.morgenweb.de/wochenende/reportage/kicken-gegen-den-krieg-1.2981783

 

 

 

Die Einheit nach 26 Jahren: Die meisten Zeitungen im Osten ohne Vergangenheit

Geschrieben am 3. Oktober 2016 von Paul-Josef Raue.
0 Kommentare / Geschrieben am 3. Oktober 2016 von Paul-Josef Raue in Aktuelles.
Christiane Baumann schrieb das Buch über den DDR-Vorläufer des Nordkurier in Neubrandenburg.

Christiane Baumann schrieb das Buch über den DDR-Vorläufer des Nordkurier in Neubrandenburg.

Die meisten der fünfzehn ehemaligen DDR-Bezirkszeitungen haben sich nicht oder nicht  öffentlich mit ihrer Vergangenheit beschäftigt, stellt die Germanistin Christiane Baumann fest. Sie war im Revolutionsjahr 26 Jahre jung,  recherchierte über das Schweriner Theater in der DDR, über den SPD-Politiker Ibrahim Böhme, der als IM enttarnt wurde, und über die Geschichte der Zeitung Freie Erde in Neubrandenburg, die heute Nordkurier heißt.  Baumann über sich selbst:

Meine persönlichen Erfahrungen unterscheiden sich vermutlich nicht von denen anderer, die in den achtziger Jahren mit einem gewissen kritischen Blick lebten. Ich gehörte zu keiner Partei, auch nicht zu Oppositionsgruppen, kam zum Ende der DDR in die Nähe des Neuen Forums und dann als Quereinsteigerin in den Journalismus. Das Thema Ideologiekritik als solches hat mich aber seit dem Studium schon beschäftigt.

Ihre Recherchen zur Freien Erde – und vor allem die Veröffentlichung – sind ein Tabu-Bruch, provoziert von Lutz Schumacher, dem  Geschäftsführer und Chefredakteur des Nordkurier. Schon zuvor haben einige Zeitungen ihre DDR-Geschichte recherchieren lassen – aber die Ergebnisse im Giftschrank eingeschlossen: Zu groß war die Furcht über IM-Enttarnungen und die Reaktionen der Leser – und der Redakteure.

Christiane Baumann berichtete in einem Interview mit der Thüringer Allgemeine, die im vergangenen Jahr ebenfalls ihre DDR-Geschichte recherchieren ließ:

Die Berliner Zeitung hat zur Stasibelastung ihrer Mitarbeiter eine Studie erstellt, deren Ergebnisse aber nur teilweise veröffentlicht. Die Ostsee-Zeitung in Rostock riss in einer Serie zum 50. Jubiläum DDR-Themen zwar an, sparte aber Heikles wie die Stasi-Anbindung ihrer Redakteure aus.

Der Neubrandenburger Chefredakteur veröffentlichte die Ergebnisse der Recherche in einer Serie im Nordkurier, die abschließend in einer Broschüre zusammengefasst wurde; ähnlich verfuhr die Thüringer Allgemeine.

Die Lausitzer Rundschau in Cottbus haben die Professoren Michael Heghmanns  und Wolff Heintschel von Heinegg im Auftrag des Verlags untersucht; ihre Recherche veröffentlichten sie nur in einem Band der Schriftenreihe des Berliner Landesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR; sie nennen sämtliche Namen der IM. Das Buch ist vergriffen, aber kann als Datei komplett heruntergeladen werden:

Der Staatssicherheitsdienst in der Lausitzer Rundschau. Absicherung der Berichterstattung der SED-Bezirkszeitung Lausitzer Rundschau durch das Ministerium für Staatssicherheit der DDR.

Die Autoren kommen zu dem Schluss:

Der  Einfluss des Ministeriums für Staatssicherheit auf die Berichterstattung der Lausitzer Rundschau war äußerst gering. Soweit von einer inhaltlichen Kontrolle die Rede sein kann, ging diese nicht über die allseits bekannten Formen der direkten oder indirekten Einflussnahme hinaus. Dies bedeutet, dass zum einen die Vorgaben der SED selbstverständlich Beachtung fanden und zum anderen die Mitarbeiter der Redaktionen hinreichend ’sensibilisiert‘ waren, so dass sie bereits im Wege der Selbstkontrolle alles vermieden, was zu einem Widerspruch zu den genannten Vorgaben hätte führen können.

Diese Einschätzung teilt auch Christiane Baumann nach ihren Recherchen in Neubrandenburg und Erfurt:

Es wäre völlig irrwitzig, wenn man davon ausginge, dass die Stasi das Sagen in der Zeitung hatte. Zeitungen wurden straff kontrolliert durch die Partei selbst, da war sowieso wenig Spielraum. Die Stasi schaffte darüber hinaus eine Art Parallelkontrolle. Es gab die Kontrolle nach Innen, aber es gab auch den Redakteur, der bei Künstlern, Sportlern oder in Betrieben Informationen einholte und weitergab.

Die komplette Kress-Kolumne JOURNALISMUS! zum Thema: Intellektuelle Spießer, Bevormundung und Bespitzelung

**

Info: Literatur zum Thema

(bis auf die Bücher von Baumann und Maron  nur antiquarisch erhältlich):

  • „Die Zeitung ‚Freie Erde‘. Kader, Themen, Hintergründe – Beschreibung eines SED-Bezirksorgans“, wird herausgegeben von der Landesbeauftragen für Mecklenburg-Vorpommern für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR (Schwerin 2013, 179 Seiten, zu beziehen über die Landesbeauftragte für 6 Euro)
  • Über „Das Volk“ und seine Stasi-Instrumentierung wird demnächst auch ein Buch von Christiane Baumann herausgegeben, Klarnamen von IM inklusive.
  • „Willfährige Propagandisten. MfS und SED-Bezirksparteizeitungen“ von Ulrich Kluge, Steffen Birkefeld und Silvia Müller thematisiert die Berliner Zeitung, Sächsische Zeitung und den Neuen Tag
  • Monika Marons Roman „Flugasche“ spielt in Bitterfeld, dem großen Chemie-Standort der DDR, er gründet in Marons Erfahrungen als Redakteurin für die Ost-Berliner Wochenpost im Chemierevier der DDR: Die Redakteurin soll ein Porträt eines „Helden der Arbeit“ schreiben, will die Wahrheit schreiben, aber scheitert damit in der Redaktion und der Partei. Das Buch erschien 1981 nur im Westen.
  • Brigitte Klumps „Das rote Kloster. Als Zögling in der Kaderschmiede des Stasi“. Die Ex-Studentin in der Journalistenschule der DDR schrieb 1978 den Bericht, der nur im Westen erschien.
  • Gunter Holzweißig: Zensur ohne Zensor. DIE SED-Informationsdiktatur (1997). Überblick mit vielen Beispielen
  • Stefan Panne: Die Weiterleiter. Funktion und Selbstverständnis ostdeutscher Journalisten (1992). Befragung von 22 ostdeutschen Journalisten und Auswertung von 110 DDR-Romanen, in denen Journalisten eine Rolle spielen
  • Ilona Wuschig: Anspruch ohne Wirklichkeit. 15 Jahre Medien in Ostdeutschland (2005). Die Dissertation geht der – immer noch aktuellen – Frage nach, „warum ostdeutsche Journalisten seltener als ihre westdeutschen Kollegen das Gefühl haben, dass dieser ‚Staat auch ihr Staat‘ sei“ und „warum große Teile der ostdeutschen Bevölkerung kein Vertrauen in die Politik entwickelt haben und was dies für Medien bedeutet“.

 

Journalisten und Zahlen: Einige beherrschen Schlagzeilen besser als Statistik

Geschrieben am 2. Oktober 2016 von Paul-Josef Raue.
1 Kommentar / Geschrieben am 2. Oktober 2016 von Paul-Josef Raue in G 27 Vorsicht Zahlen.

 

Detlef Gürtler ist Chefredakteur der Zeitschrift GDI Impuls. Foto: GDI

Detlef Gürtler ist Chefredakteur der Zeitschrift GDI Impuls. Foto: GDI

Detlef Gürtler fand heraus: Bei der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus waren in einem Kreuzberger Stimmbezirk in die Spalte mit den Zweitstimmen noch einmal die Erststimmen eingetragen worden. Da die AfD in dem Bezirk keinen Direktkandidat und somit keine Erststimmen hatte, sah es aus, als hätte im Kiez keiner die AfD gewählt. Was für eine Jubel-Nachricht: Die AfD-freie Zone.

Detlef Gürtler schreibt dazu in seinem Newsletter:

Shit happens, könnte man sagen; aber dadurch, dass einige Journalisten (vom Tagesspiegel-Chefredakteur Maroldt bis zum Krautreporter Dominik Wurnig) Schlagzeilen besser beherrschen als Statistik, hat sich das Mem vom „besten Kiez der Welt“ (Wurnig) ziemlich weit verbreitet. Die Korrektur hingegen interessiert wie immer kein Schwein. Solange wir Journalisten uns so verhalten, brauchen wir uns auch nicht beschweren, dass so viele Leute so wenig von unserer Arbeit halten.

**

Muss man wissen, was ein Mem ist? Der Duden hat das Wort nicht aufgelistet.

Journalisten sind Anhänger der Zahlenmystik: „Deutsche Bank“ und die 10-Euro-Marke

Geschrieben am 1. Oktober 2016 von Paul-Josef Raue.
Die Börse in Frankfurt (Foto: Deutsche Börse)

Die Börse in Frankfurt (Foto: Deutsche Börse)

Die Süddeutsche Zeitung schickte eine Push-Meldung, als der Kurs der Deutschen Bank erstmals unter zehn Euro fiel. In den meisten Radio-Nachrichten war dies die Spitzenmeldung. Warum?

  • Zum einen ist, beispielsweise, die Differenz von 10,1 zu 9,9 keine andere als die von 16,4 zu 16,2.
  • Zum anderen sind Börsen so labil wie eine verliebte Frau oder ein eifersüchtiger Mann: Sie springen hin und her, oft ohne Verstand. So kletterte der Deutsche-Bank-Kurs auch wieder – nur wenige Stunden nach der Pushmeldung; er war am Ende des Börsen-Tages bei 11,71 Euro.

Dass die Deutsche Bank in Turbulenzen geschüttelt wird, dass sie in kurzer Zeit den Großteil ihres Börsenwertes verloren hat – das ist das Thema, nicht die 10-Euro-Marke. Die ist Zahlenmystik.

Der süße Duft der Heimat und das leichte Gift der Kritik – Das Süderländer Tageblatt und die Zeitungs-Zukunft

Geschrieben am 14. September 2016 von Paul-Josef Raue.
Die Redaktion des Süderländer Tageblatts. Foto: Tageblatt

Die Redaktion des Süderländer Tageblatts. Der Chef steht hinten links. Foto: Tageblatt

Was hat die Bahn eigentlich nach dem Unglück von Bad Aibling gemacht, um künftig ähnliche Fehler zu vermeiden und vor allem den menschlichen Faktor ausreichend zu berücksichtigen? Die meisten Zeitungen haben das Thema beiseite gelegt, nachdem der verantwortliche Stellwerks-Leiter als Schuldiger erkannt und angeklagt worden war.

Wer wissen will, dass die nächste Katastrophe nicht verhindert werden kann – der lese bei einer der kleinsten Zeitungen in Deutschland, beim Süderländer Tageblatt. Stephan Aschauer-Hundt ist Chefredakteur ohne Titel und schreibt aus Passion über die Bahn und die Folgen von Bad Aibling und rügt die Regierung:

Der Zugbahnfunk ist wohl nur eine hübsche Nebensächlichkeit. Nach dem Desaster von Bad Aibling redet Berlin die Unterwegs-Erreichbarkeit von Zügen und Stellwerken klein.

Stefan Aschauer-Hundt hat recherchiert: „Sämtliche derzeit installierten Geräte leiden laut Bundesregierung unter Empfangs- und Sendeproblemen.“ Der Artikel ist im Netz gegen Bezahlung zu lesen.

Das Süderländer Tageblatt  dürfte – trotz der kleinen Redaktion (oder deswegen?) –eine der stärksten Lokalredaktionen besitzen. Annette Milz stellt in „Talente 2016“ im aktuellen Medium-Magazin Laurina und Florian Ahlers vom Süderländer Tageblatt vor, beide Mitte zwanzig:

Mit der Leseraktion ,Wir sind Plettenberg – wir sind bunt‘ senden sie ein gesellschaftliches Statement in den ländlichen Raum. Zeitungsseiten, eine Beilage und eine Facebook-Seite füllten die Aktion und auch Landes- und Bundespolitiker unterstützten sie. Hunderte von Lesern sendeten ihre Foto… Sie sind froh, im Kleinen ein großes nachhaltiges Stadtgespräch in Gang gesetzt zu haben.

In meiner Kress-Kolumne JOURNALISMUS! porträtiere ich die kleine, besonders feine Zeitung:

Die neunköpfige Redaktion verwirklicht schon, was Optimisten als das Modell der Zeitungs-Zukunft sehen: Der süße Duft der Heimat und das leichte Gift der Kritik, eben Jubelarien zum Schützenfest und investigative Recherche übers neue Einkaufszentrum. Das geht – und das funktioniert. Wer mit Stefan Aschauer-Hundt, dem Chef, durchs alte Verlagshaus geht, hört einem Journalisten zu, der ein wenig stolz ist und ein wenig verbittert, der ein wenig Promi ist in einer wohlhabenden Region, aber auch ein wenig Prophet, verkannt im eigenen Land, und sogar ein wenig Märtyrer,  der sich für die gute Sache – eben die klare und tiefe Recherche – einsetzt und dafür attackiert wird.

Immer wenn etwas schief läuft in den Tälern, vermeintlich schief läuft, ist die Zeitung schuld, sagt Stefan Aschauer-Hundt. Die Zeitung ist oft der Sündenbock: Wenn sich eine Redaktion oft zwischen die Stühle setzt, wird sie nicht geliebt, aber unverzichtbar.

Stefan Aschauer-Hundt ist der Chef, der sich nicht den Titel „Chefredakteur“ gönnt: Alle in der Redaktion haben eine Stimme, alle reden mit, sagt er. Wenn seine Haare grauer wären, könnte man ihn für einen Achtundsechziger halten, in die Jahre gekommen. Aber die mögen keine Schützenfeste.

„Suchet der Stadt Bestes“, so übersetzte Luther einen Text des Propheten Jeremias. Der passte zur Zeitung in der protestantisch geprägten Stadt. Wenn es sein muss, dann kämpft die Redaktion nicht nur, sondern sie führt den Kampf an, beispielsweise gegen die Landesregierung in Düsseldorf, die vor zwei Jahren die Förderschule in Plettenberg schließen wollte – „mit der Brechstange“, wie Bürger meinten.

„Welche Kraft Lokaljournalismus haben kann, der seine Leser mit ins Boot holt, bestätigt das Ergebnis: Die Schule besteht weiterhin.“ So formulierte Dieter Golombek in der Jury-Begründung des Deutschen Lokaljournalisten-Preises 2014 und fügte an: „Die Zeitung macht das Thema zum Stadtgespräch.“ Genauer und kürzer kann man das Geheimnis des Erfolgs nicht beschreiben.

Die Redaktion nutzt offenbar den Freiraum, den ein eigener Verlag bietet: Sie muss sich nicht in ein Konzern-Korsett pressen lassen, sie bestimmt, ob sie sechs Seiten Lokales fährt oder zwanzig – je nach Thema und Recherche-Stand.

2009 gewann das Süderländer Tageblatt erstmals einen der Deutschen Lokaljournalistenpreise – für eine deutsch-deutsche Geschichte, die einmalig war und das hohe Selbstbewusstsein der Redaktion belegt: Eine „rollende Redaktion“ besuchte vier Mal die Partnerstadt in Thüringen, um die Geschichte der Einheit mit Hilfe von Zeitzeugen zu erzählen. „Wir schufen aus Sicht der Neuen Forums eine Gegenöffentlichkeit zur örtlichen Monopolzeitung, die bis zum heutigen Tag die Anliegen der Bürgerrechtsbewegung sehr verhalten behandelt“, erzählt Stefan Aschauer-Hundt. Sogar der Bürgermeister wurde überführt – „der Beschönigung seiner persönlichen Geschichte“.

Die Chuzpe muss eine West-Redaktion, zumal eine kleine, erst einmal aufbringen: Einer großen ostdeutschen Redaktion samt Leserschaft zu zeigen, was investigative Recherche ist!

Umgerechnet auf die Auflage dürfte keine Zeitung öfter den begehrten Deutschen-Lokaljournalismus-Preis gewonnen haben,  der als der wichtigste für Regional- und Lokalzeitungen gilt.

 

**

Die komplette Kolumne bei Kress:

http://kress.de/news/detail/beitrag/135878-paul-josef-raues-besuch-beim-suederlaender-tageblatt-liebeserklaerung-an-die-heimatzeitung.html

 

Seiten:«12345678...123»

Journalisten-Handbuch.de ist ein Marktplatz für journalistische Profis. Wir debattieren über "Das neue Handbuch des Journalismus", kritisieren, korrigieren und ergänzen die einzelnen Kapitel, Thesen und Regeln, regen Neues an, bringen gute und schlechte Beispiele und berichten aus der Praxis.

Kritik und Anregungen bitte an: mail@journalisten-handbuch.de

Rubriken

Letzte Kommentare

  • Paul-Josef Raue: Das ist leider oft noch so. Aber Journalisten kann man zumuten, dass sie sich von ihren...
  • Mirko Krüger: Schlimm daran ist vor allem, dass es Generationen von Deutschlehrern ihren Schülern genau so...
  • Andreas Nöthen: Wenn man sich Reiseteile in Zeitungen anschaut, stellt man fest, dass Gebahren wie dieses, bis auf...
  • Günter Platzdasch: Zum Thema eine Reminiszenz aus der Ära unmittelbar nach der deutschen Wiedervereinigung, zum...
  • Prinzinger, Roland (Prof. Dr.): Ich finde die Diskussion etwas verwirrend und mit einem Neidfaktor belastet. Ich...

Meistgelesen (Monat)

Noch keine Daten vorhanden.